| Stellungnahme zum Deutschen Qualifikationsrahmen |
|
|
|
| Dienstag, 19. Januar 2010 um 13:54 Uhr | |||
|
PRESSEMITTEILUNG Die Anrechung von Weiterbildungsleistungen muss verbessert werdenBerlin, 18. Januar 2010 – „Eine einseitige Orientierung am wirtschaftlichen Nutzen und der beruflichen Verwertbarkeit von Wissen verkennt die Bedeutung von Weiterbildung für den Prozess des Lebenslangen Lernens.“ Das ist eine Schlussfolgerung der gemeinsamen Stellungnahme des Verbands Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) und sieben weiterer Verbände, Träger und Institutionen der Weiterbildung zum Entwurf des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR).
In ihrer Stellungnahme zum DQR-Entwurf fordern die Weiterbildner, dass die Leistungen und Formen der Weiterbildung angemessener im DQR berücksichtigt werden. Schließlich ist die Weiterbildung mit über 22 Millionen Teilnehmern (2008) ein bedeutender Bildungsbereich in Deutschland. „Eine systematische Verankerung des Weiterbildungssektors im DQR ist aber nicht nur aufgrund der steigenden Teilnehmerzahlen dringend geboten“, so Julia Schier, Bundesgeschäftsführerin des VDP und Vorstandsmitglied des Rates der Weiterbildung. Vor dem Hintergrund des beschleunigten Wissensverfalls, des globalen Wettbewerbs und der steigenden Bedeutung von Querschnittskompetenzen habe die Weiterbildung eine zentrale Schlüsselfunktion im Rahmen des Lebenslangen Lernens eingenommen. Jeder Arbeitnehmer müsse sich heutzutage kontinuierlich weiterqualifizieren, wolle er langfristig erwerbsfähig bleiben. „Dabei werden für Arbeitnehmer neben speziellem Fachwissen die sogenannten Soft-Skills, beispielsweise kommunikative Fähigkeiten und Urteilsvermögen, immer wichtiger. Sie müssen also in dem DQR aufgenommen und hoch bewertet werden“, so Schier weiter. Die Stellungnahme zum Deutschen Qualifikationsrahmen ist ein gemeinsames Papier des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen, des Bundesverbands der Träger beruflicher Bildung, der Deutschen Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung, des Bundesarbeitskreises Arbeit und Leben, des Deutscher Volkshochschul-Verbands, der Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung, des Rates der Weiterbildung und des VDP. Unter www.privatschulen.de steht die Stellungnahme zum Download bereit. Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. vertritt freie Bildungseinrichtungen im allgemein bildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Zusammen mit den beiden konfessionellen Privatschulverbänden, dem Bund der freien Waldorfschulen und der Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime bildet der VDP die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen. Verantwortlich für den Inhalt: Florian Becker, Pressesprecher
|