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Konzept gegen Fachkräftemangel |
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Montag, 27. Juni 2011 um 00:00 Uhr |
Qualifizierung Arbeitsloser muss Priorität haben
Berlin,
24. Juni 2011 – Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP)
begrüßt im Grundsatz das in dieser Woche von der Bundesregierung
verabschiedete Konzept zur Sicherung von Fachkräften für die deutsche
Wirtschaft. Der VDP fordert die Bundesregierung auf, den
Absichtserklärungen zur Integration Arbeitsloser in den Arbeitsmarkt
auch Taten folgen zu lassen.
„Wir begrüßen, dass sich die Bundeskanzlerin und die Arbeitsministerin
eindeutig dafür ausgesprochen haben, dass vorrangig Arbeitslose
qualifiziert werden sollen, um den Fachkräftemangel zu beseitigen“
erklärt Anja Eckert, Bundesgeschäftsführerin des VDP. Das Konzept der
Bundesregierung verdeutlicht, dass die Förderung der beruflichen
Weiterbildung Kernelement der Arbeitsmarktpolitik ist und wesentlich zur
Fachkräftesicherung beiträgt. Die derzeitige Realität in der
geförderten Weiterbildung sieht jedoch anders aus. Die Bundesregierung
plant, in den kommenden vier Jahren rund 44 Prozent beim
Eingliederungsbudget der Bundesagentur für Arbeit (BA) einzusparen.
Allein in diesem Jahr stehen 1,3 Milliarden Euro weniger für die
berufliche Weiterbildung zur Verfügung. „Vor diesem Hintergrund stellt
sich die Frage, ob die Bundesregierung tatsächlich der beruflichen
Eingliederung von Arbeitslosen eine ausreichend hohe Bedeutung
beimisst“, so Eckert weiter.
In den kommenden 15 Jahren werden
rund 6,5 Millionen Arbeitskräfte weniger zur Verfügung stehen. Nach
Aussage der Bundesagentur für Arbeit sind besonders die Gesundheits- und
Pflegeberufe davon betroffen. Um in diesen Branchen dem
Fachkräftemangel zu begegnen, sei laut Bundesregierung die gezielte
Weiterbildung und Umschulung ein wichtiger Ansatzpunkt. „Auch in diesem
Bereich müssen wir leider feststellen, dass die Regierung in den letzten
Monaten mit ihrer Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente einen
anderen Weg eingeschlagen hat“, erklärt Eckert. Anstatt Umschulungen
vollumfänglich zu fördern, sieht der Gesetzentwurf zur Instrumentreform
vor, dass die BA für bestimmte Umschulungen weiterhin nur zwei Drittel
der Umschulungszeit finanziert. Davon besonders betroffen sind
Umschulungen in Gesundheits- und Pflegeberufen. Eckert weiter: „Sollte
der Gesetzentwurf nicht noch nachgebessert werden, wird eine große
Chance zur Fachkräftesicherung und Integration Arbeitsloser in den
Arbeitsmarkt vertan.“
Der Verband Deutscher
Privatschulverbände e.V. vertritt freie Bildungseinrichtungen im
allgemein bildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der
Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und
Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband bindet seine Mitglieder weder
weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Zusammen mit den
beiden konfessionellen Privatschulverbänden, dem Bund der freien
Waldorfschulen und der Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime bildet
der VDP die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen.
Verantwortlich für den Inhalt: Florian Becker, Pressesprecher
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