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Mittelkürzungen zementieren Status der Langzeitarbeitslosen PDF Drucken E-Mail
Montag, 14. November 2011 um 00:00 Uhr
Haushalt der Bundesagentur für Arbeit:
Mittelkürzungen zementieren Status der Langzeitarbeitslosen

Hamburg/Berlin, 17. November 2011 – Im Rahmen der Jahrespressekonferenz des Verbands Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) fordert der Verband die Bundesregierung auf, die Weiterbildung von Langzeitarbeitslosen stärker zu fördern. Durch die jetzige Sparpolitik komme es zu einer Verfestigung der Langzeitarbeitslosigkeit, da den Betroffenen notwendige Qualifizierungsmaßnahmen vorenthalten werden. Da, wo Langzeitarbeitslose noch gefördert werden, können gute Vermittlungsergebnisse erzielt werden.


„Wir haben es derzeit mit den umfangreichsten Finanzkürzungen in der Geschichte der deutschen Arbeitsmarktpolitik zu tun“, erklärt Anja Eckert, Bundesgeschäftsführerin des VDP. „Diese sind in keiner Weise mit dem Rückgang von Arbeitslosenzahlen zu rechtfertigen. Denn gerade Langzeitarbeitslose konnten in den zurück liegenden Monaten fast gar nicht von der guten Wirtschaftslage profitieren“, so Eckert weiter. Damit diese Gruppe eine Chance auf dem Arbeitsmarkt habe, seien langfristige Weiterbildungsmaßnahmen nötig. Doch gerade diese werden kaum noch finanziert. Nachdem in diesem Jahr schon 1,3 Milliarden Euro weniger für berufliche Weiterbildung zur Verfügung stehen, sollen 2012 weitere 1,1 Milliarden Euro eingespart werden. 

Aufgrund der weiteren Mittelkürzungen wird für das kommende Jahr nicht mit einer Erholung gerechnet. Aus volkswirtschaftlicher Sicht rentieren sich Investitionen in Weiterbildung. Daher ist die derzeitige Politik nicht nachvollziehbar. Durch Ersparnisse an Sozialleistungen und zusätzliche Steuereinnahmen bei erfolgreicher Vermittlung amortisieren sich die Weiterbildungskosten bereits nach kurzer Zeit. Bei einer 6-monatigen Qualifizierungsmaßnahme mit 16 Teilnehmern, von denen lediglich 50 Prozent in Arbeit gebracht werden, fließen die Lehrgangskosten bereits nach drei Monaten zurück. „Investitionen in Weiterbildung rechnen sich für den Staat, er wird kaum eine bessere Anlage finden. Wenn sich die Politik das bewusst macht, kann sie an den derzeitigen Finanzkürzungen nicht länger festhalten“, so Eckert weiter.


Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. vertritt freie Bildungseinrichtungen im allgemein bildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Zusammen mit den beiden konfessionellen Privatschulverbänden, dem Bund der Freien Waldorfschulen und der Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime bildet der VDP die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen.

Verantwortlich für den Inhalt: Florian Becker, Pressesprecher
 
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