| Offizielle Schulstatistik berücksichtigt nicht alle Kosten |
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| Mittwoch, 20. Dezember 2006 um 14:03 Uhr | |||
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PRESSEMITTEILUNG Staatliche Schulen teurer als angegeben / Finanzausgleich für Privatschulen zu niedrig Frankfurt am Main. Die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Kostensätze für staatliche Schulen geben nicht sämtliche anfallenden Kosten wieder. Darauf weist der Bundesverband Deutscher Privatschulen e.V. (VDP) hin. „Staatliche Schulen sind teuerer als offiziell angegeben“, sagt VDP-Präsident Michael Büchler und beruft sich dabei auf verschiedene Gutachten des Steinbeis-Transferzentrums in Heidenheim. In einer aktuellen Aufstellung für das Haushaltsjahr 2004 gibt das Statistische Bundesamt die durchschnittlichen Kosten für die Ausbildung eines Schülers an einer staatlichen Schule mit 4.700 Euro an. In den beiden Vorjahren seien es jeweils 3.600 Euro gewesen. „Der tatsächliche Betrag ist jedoch deutlich höher, weil wesentliche Kosten in der amtlichen Statistik nicht oder nur unzureichend berücksichtigt sind“, erläutert Büchler. Dazu gehörten etwa Aufwendungen für den Erwerb und die Erhaltung der Schulgebäude oder für den Schul- und Sachaufwand. „Auch die Kosten für die Kranken- und Altersversorgung der derzeit Beschäftigten werden zum Beispiel im Rechnungsstil der öffentlichen Verwaltung, dem so genannten Kameralismus, nicht vollständig erfasst“, so der VDP-Präsident. Das Steinbeis-Transferzentrum in Heidenheim hat im Auftrag der Software AG-Stiftung Darmstadt die tatsächlichen Schülerkosten an allgemein bildenden Schulen in verschiedenen Bundesländern untersucht. Ergebnis: Die Angaben des Statistischen Bundesamtes liegen, je nach Schulart und Land, in der Regel zwischen 20 und 50 Prozent unter den Berechnungen der Steinbeis-Forscher. „Für die Privatschulen ist das ein großes Problem, weil sich der staatliche Finanzausgleich an den vergleichbaren Kosten einer staatlichen Schule orientiert“, erklärt Büchler. „Wenn die amtliche Statistik nicht sämtliche Kosten der staatlichen Schulen erfasst, ist auch der staatliche Finanzausgleich für die Privatschulen zu niedrig.“ Im Schnitt erhielten die allgemein bildenden Privatschulen daher nur rund zwei Drittel der Kosten einer vergleichbaren staatlichen Schule erstattet. Büchler: „Die Folge dieser Unterfinanzierung sind zum Teil überhöhte Schulgelder und eine Selbstausbeutung der Privatschulen, die die fehlenden Mittel durch Mehrarbeit ihrer Mitarbeiter, durch Sparmaßnahmen bei der Ausstattung und durch Eigenleistungen der Eltern versuchen auszugleichen.“ Der VDP fordert die Landesregierungen daher dazu, bei der Berechnung der Finanzhilfen für Privatschulen die tatsächlichen Kosten staatlicher Schulen und nicht nur einen Teil zu berücksichtigen. Der Bundesverband Deutscher Privatschulen e.V. vertritt freie Bildungseinrichtungen im allgemein bildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fach-/Hochschulsektor). Der 1901 gegründete Verband bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Zusammen mit den beiden konfessionellen Privatschulverbänden, dem Bund der freien Waldorfschulen und der Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime bildet der VDP die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen. Verantwortlich für den Inhalt: Martin Kunze, Pressesprecher
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